Greenhouse braucht die Container noch

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greenhouse-container-250x200OZ Graal-Müritz - Die private Schule in Graal-Müritz unterrichtet mehr als 100 Schüler. Den Container auf dem Schulkomplex im Ostseering nennen die Schüler der Greenhouse School in Graal-Müritz Käsehaus, weil er gelb gestrichen ist.

Die Kinder freuen sich über ihr recht ungewöhnliches Schulgebäude, und auch Hilla Pedersen, die Leiterin der Greenhouse School, hegt Sympathien für das Stahlgehäuse, denn mit ihm wird deutlich, dass sich die Schule in Graal-Müritz durchgesetzt hat. "Wir haben hier jetzt 109 Kinder in sechs Klassen", sagt die Schulleiterin, etwa die Hälfte
kommt aus Graal-Müritz, die andere aus umliegenden Gemeinden wie Gelbensande, Bentwisch, Röversbagen und außerdem aus Dörfern jenseits der Kreisgrenze. Die
Tendenz ist steigend. Deswegen sieht der Vorsitzende des Sozialausschusses der Gemeindevertretung, Peter Johannssen, auch noch nicht, "dass der Container
verschwinden wird." In seinem Gremium ist vor kurzem ein Arbeitskreis gegründet worden, der sich mit der Raumaufteilung für die Ostseeschule - die Graal-Müritzer
Grundschule - den Hort und eben die Greenhouse School auseinandersetzt.

Dabei stehen die Arbeitskreismitglieder aber noch am Anfang. Pedersen hat bislang ihren Bedarf angemeldet und sagt, "dass wir dann auch irgendwann zu einem
Konzept kommen werden". Vorerst ist die 47-Jährige, gleichzeitig Schulleiterin, Geschäftsführerin, Sekretärin und Lehrerin, zufrieden mit der Resonanz, die ihre Schule gefunden hat. Im Jahr 2008, als Greenhouse die Räume der damals aufgelösten Regionalen Schule übernommen hatte, wurden acht Kinder beschult. Aber der Slogan
"Vielfalt ist unsere Herausforderung" sprach immer mehr Eltern an, die daran interessiert waren, ihre Kinder auf eine integrierte Gesamtschule zu schicken. "Wir eröffnen auch den Weg zum Abitur", sagt die Schulleilerin, indem die individuellen
Begabungen der Kinder gefördert werden. Dafür sind 15 Lehrer - darunter Teilzeitkräfte
- zuständig. Geht die Entwicklung der Schülerzahl so weiter wie bisher, "dann könnten wir hier bis zu 250 Kinder betreuen, bis zu dieser Zahl ist das machbar".

Dass das Angebot einer weiterführenden Schule erhalten blieb, war das erklärte Ziel der Graal-Müritzer Gemeindevertretung. Der Bürgermeister nahm gleich nach der Schließung der Regionalen Schule mit der im Jahr 2007 gegründeten Greenhouse School, die als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung organisiert und eine Tochter der Hanseatischen Weiterbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft ist, Kontakt auf und offerierte die Schulräume nebst Ausstattung. Sie genügten den Ansprüchen der Schule von Anfang an.

Christine Scholz, stellvertretende Bürgermeisterin, erläuterte, dass die Gemeinde den Besuch von Schülern aus der Kommune finanziell unterstütze, außerdem habe die Kommune für die ersten drei Jahre 50 Prozent der Mietkosten für das Gebäude erlassen und einen Zuschuss gezahlt. Diese Zahlungen entfielen jedoch in diesem Jahr erstmalig, weil die Greenhouse School nun Anspruch auf Mittel aus dem Landeshaushalt hat.


Quelle: Ostseezeitung, 18. November 2011, von Michael Schißler
Foto: Hartmut Klonowski



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